Stolpersteine

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    Zeitzeugen aus der Ukraine zu Gast in Merseburg und Brake!

    Im Rahmen unserer transnationalen Kooperation mit der Ukraine weilten vom 5.-11. Dezember zwei Zeitzeugen in unserer Region. Das Programm der Begegnung führte die beiden Gäste vor allem in Schulen des Saalekreises. Mit Förderung durch die Stiftung evz in Berlin und Mitteln aus dem Programm des Lokalen Aktionsplanes für Demokratie und Toleranz war der Wochenaufenthalt möglich. Herr Sysa und Herr Lomaka wurden durch die Nazis im jugendlichen Alter aus ihren Familien gerissen und zur Zwangsarbeit verschleppt. Ihr Schicksal führte sie nach Brake in die dortige Fettraffiniere (Sysa) bzw. die Steinkohlengruben im Schlesischen Revier. Währen Herr Sysa die ganze Zeit in Brake Zwangsarbeiter war, bezahlte Herr Lomaka seine Flucht aus der Zwangsarbeit mit KZ-Haft in Auschwitz, Mauthausen und Linz.

    GWM

    In den Gesprächen mit den Schülern in den Gymnasien vermittelten sie ein Alltagsbild als jugendliche Ukrainer im damaligen faschistischen Alltag in Deutschland der Rassenunterschiede und der Ausbeutung durch Arbeit. Herr Sysa besuchte auf Einladung der Raffinerie Brake und der Stadtverwaltung seinen damaligen Arbeitsort. Er wurde sehr herzlich empfangen und es kam zu bewegenden Gesprächen mit ehemaligen deutschen Mitarbeitern der Raffinerie, die sich an die Zeit des „Ukrainerlagers“ auf dem Gelände der „Fett“ erinnern konnte. Lesen Sie dazu auch die Artikel.

    Team Geschichtswerkstatt

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